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capella im Chor - Teil I

capella im Chor - Teil I

Wer kennt nicht die Probleme im Chor beim Einstudieren von neuen Stücken? Da gibt es auch nach zehnmaligem Vorsingen immer noch einige, die es nicht können. Da haben wieder einige gefehlt und finden nichts dabei, den ganzen Chor aufzuhalten. Da ist jemand neu dazu gekommen, die oder der schnell einbezogen werden und schon beim nächsten Konzert dabei sein soll.

Da ist aber auch die junge Sängerin, die ambitioniert ist und gern ein bisschen mehr können möchte. Da ist der ältere Sänger, der nach seinem Eintritt in den Ruhestand wieder zum Chor geht und Unterstützung beim Üben zuhause braucht. Da ist jemand in ein Ensemble aufgenommen worden und muss zusätzlich üben, weil im Ensemble nicht einstudiert sondern erwartet wird, dass man seine Stimme schon kann. Dies alles sind geradezu klassische Szenarien für den Einsatz von capella im Chor.

Eigene Erfahrungen

In meinem Chor TonArt, den ich selbst ins Leben gerufen und 15 Jahre geleitet habe, ergab es sich durch mich als Chorleiterin und capella-Mitarbeiterin von selbst, dass wir capella als Unterstützung  einsetzten. Schnell wurden die Ersten im Chor, interessanterweise meist Herren, neugierig auf capella und die Möglichkeiten. Neben mir als Chorleiterin übernahm unser Vorstand das Anlegen der Dateien, die fortan an alle per E-Mail verschickt wurden. Die meisten der Sängerinnen und Sänger luden den capella-Reader herunter, und schon konnte munter drauflos geübt werden.

TonArt2010

Üben mit dem capella-Reader

Inzwischen gibt es zahlreiche Chöre und Ensembles, die so verfahren. Erst gestern erzählte mir ein capella-Anwender stolz am Telefon, dass sein ganzer Chor mit dem Reader übe. Das wird wohl eher die Ausnahme sein – der Glückliche, fast könnte ich ein bisschen neidisch werden. Meiner Erfahrung nach ist es leider so, dass nicht alle, die es nötig hätten, zuhause üben. Auch so manche nicht besonders computeraffine Sängerin braucht vielleicht erst einmal eine kleine Einführung, bevor sie sich traut, den Reader herunterzuladen und zu starten. Dennoch hilft es ungemein, wenn auch nur die Hälfte der Chormitglieder einigermaßen regelmäßig übt. Insbesondere Sängerinnen und Sänger, die nicht musikalisch hochbegabt sind und ihre Zeit brauchen, haben es in meinem Chor durch den regelmäßigen Einsatz des capella-Readers zu sehr beachtlichen Ergebnissen bringen können. Auch nur das Anhören des Chorsatzes bewirkt schon ein besseres Gefühl für das Stück z.B. in Bezug auf die Harmonie oder die Einsätze der Stimmen. Vielen macht es auch großen Spaß, sich unterschiedliche Stimmkombinationen anzuhören oder anderweitig ein wenig zu experimentieren.

Probieren Sie es doch auch - stellen Sie Ihren Sängerinnen und Sängern die Dateien zur Verfügung und ermuntern Sie sie zum Üben. Sie werden sehen, der Aufwand lohnt sich.

30. April 2015, von Ute Kirchner

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