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Das Leid mit dem Copyright

Das Leid mit dem Copyright

Die frühen Versionen unserer Software hatten noch keinen Kopierschutz. Man erhielt die Programme auf einer Diskette, die ungehindert kopiert werden konnte. Der Großteil unserer Anwenderschaft war und ist absolut ehrlich und redlich. Dennoch gab und gibt es schwarze Schafe, die die Programme weitergeben, teilweise aus Unwissenheit, meist aber in Kenntnis der Lizenzbedingungen. So stellte sich also früh heraus, dass die Software kopiergeschützt werden musste.

Als die meisten Computer noch keine CD-Brenner hatten, war ein nicht nur bei uns beliebter Kopierschutz das Einlegen der CD, um das Programm starten zu können. Dieses Verfahren nutzte schnell nicht mehr viel, als CD-Brennprogramme auf den Markt kamen.

Die Lizenzdiskette

Es musste etwas Neues her. Unsere nächste Maßnahme war eine kopiergeschützte Lizenzdiskette, die nach der Installation einmalig eingelegt werden musste. Leider war die Lebensdauer von Disketten aber sehr begrenzt und es kamen Rechner ohne Diskettenlaufwerke auf den Markt, so dass auch diesem Verfahren nur eine kurze Lebenszeit vergönnt war.

Die Programmaktivierung

Lange vor der Einführung beschäftigten wir uns mit dem Aktivierungsverfahren als Kopierschutz und wägten das Für und Wider für unsere Kundinnen und Kunden und uns selbst ab. Letztendlich galt es den schmalen Grat zwischen unseren eigenen Interessen und dem der Anwenderinnen und Anwender zu finden. Die Aktivierung schien uns hierfür ein geeignetes Mittel, und wir sind bis heute dabei geblieben. Im Großen und Ganzen haben wir damit gute Erfahrungen gemacht und denken, dass dies auch für Sie als Anwenderin oder Anwender erträglich ist.

Die CodeMeterversion

Seit einigen Jahren bieten wir auch CodeMeter-Versionen (Dongles) für Vereine, Kirchengemeinden, Schulen und andere Institutionen an. Diese bieten viele Vorteile für Einrichtungen, wenn unterschiedliche Personen mit der Software arbeiten wollen. Insbesondere die Netzwerklizenz mit CodeMeterstick vereinfacht für die Administratoren die Installation im Netzwerk ganz erheblich. Dieses Angebot wird von sehr vielen Einrichtungen aller Art gerne angenommen.

Raubkopien

Wie eingangs schon erwähnt – die meisten Anwenderinnen und Anwender sind sich darüber bewusst, dass sie die Programme nicht einfach weitergeben dürfen und halten sich auch daran. Da insbesondere capella und capella-scan sehr weit verbreitete Programme sind, ist es dennoch nicht unerheblich, wie viele illegale Kopien unterwegs sind.  Dazu kommen noch die gecrackten Versionen, die es leider auch gibt und die teilweise an nichtsahnende Menschen verkauft werden, die aus allen Wolken fallen, wenn sie erfahren, dass ihr vermeintlich rechtmäßig erworbenes Programm eine illegale Raubkopie ist. Es ist für uns nur ein kleiner Trost, dass nur relativ bekannte Programme gecrackt werden…

Updates und Vollversionen

Um Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, das Leben mit unseren Programmen nicht unnötig zu erschweren, liefern wir auch bei Updatekäufen technisch gesehen immer neue Vollversionen. Dies ist sehr kundenfreundlich, weil  keine Vorinstallation von älteren Programmversionen nötig ist. Leider impliziert das aber für manche, man könne die alte Version dann verschenken oder gar verkaufen. Dies ist natürlich nicht so, rechtlich handelt es sich auch bei Updates auf neue Versionen um Einzellizenzen. Aus diesem Grund ist die Aktivierung für ältere Programmversionen nicht online möglich, wir bitten um Verständnis dafür. Sie erhalten telefonisch oder per E-Mail aber jederzeit Aktivierungscodes auch für ältere Versionen.

Solange es keine neuen wirksamen Kopierschutzverfahren gibt, werden wir wohl beim Aktivierungsverfahren bleiben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich mit Aktivierungsanforderungen für illegale Raubkopien konfrontiert. Jede und jeder von uns hat auch im Privatmusikerleben Situationen erlebt, in denen Anwender ganz ungeniert erzählten, dass sie ihr schönes Programm von einem Freund "geschenkt" bekommen haben. Mir hat einmal im Rahmen einer Chorveranstaltung ein junger Mann eröffnet, dass er jahrelang mit capella gearbeitet und sich jetzt doch auch mal eines gekauft habe - in Kenntnis, dass ich capella-Mitarbeiterin war. Offenbar gilt das Weitergeben von Software bis heute bei vielen als Kavaliersdelikt und ist regelrecht gesellschaftsfähig im Gegensatz z.B. zum Ladendiebstahl. Gelegentlich berichten uns Kunden, dass sie regelrecht gedrängt wurden, ihr Programm zur Verfügung zu stellen, und auf Unverständnis stießen, wenn sie dies ablehnten.

Während ich diese Zeilen verfasse, erhalte ich einen Anruf eines capella-Anwenders, der mir sagt, dass er capella-scan zusammen mit seinem Schwager benutzt. Ehrlich!

28. Januar 2015, von Ute Kirchner

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