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Internationale Musikmesse in Frankfurt

Internationale Musikmesse in Frankfurt

Seit dem Jahr 2012 beteiligen wir uns nicht mehr aktiv an diesem jährlichen Event. Jedes Jahr werden wir von einigen Kundinnen und Kunden, die uns gern am Stand besuchten, gefragt, warum dies so sei. Es ist kein Geheimnis, dass die Anzahl der Aussteller von Jahr zu Jahr abnimmt. Das hat gute Gründe. Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Frankfurter Musikmesse eine überaus teure und arbeitsintensive Angelegenheit ist, wägen wir wie alle anderen Aussteller sehr genau ab, ob das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt.

Früher war mehr Lametta

In früheren Jahren war es für uns ein Muss, auf dieser großen Musikmesse vertreten zu sein. Zu unserem Stand kamen sowohl Händler als auch Privatpersonen, um sich über unsere Software zu informieren und Demoversionen auf CD mitzunehmen. Die Präsenz auf der Messe war wichtig, um bekannt zu werden und auf dem seinerzeit von Finale und Sibelius dominierten Markt Fuß zu fassen. Sie brachte uns Neukundinnen und -kunden und Bestellungen. Viele Besucher hatten zu der Zeit noch nie etwas von den capella-Programmen gehört und wurden so erst auf uns aufmerksam.

Erfahrungen der letzten Jahre

Bei unserem letzten Messeauftritt 2011 und auch schon in den Jahren davor waren die Verhältnisse jedoch ganz anders gelagert. Nur äußerst selten verirrte sich noch einmal ein Vertreter des Handels an unseren Stand, und unsere Besucher bestanden zu mindestens 95 Prozent aus Musikerinnen und Musikern, die schon lange mit unseren Programmen arbeiteten. Unsere Demoversionen nahmen wir großenteils wieder mit nach Hause, da ein Download mittlerweile auch in der tiefsten Provinz keine große Sache mehr war. Und informieren kann sich heute jeder und jede bestens über das Internet. 

Fazit

Natürlich hat es uns Spaß gemacht, direkten Kontakt mit Anwenderinnen und Anwendern zu haben, natürlich war es auch für unsere Besucher eine schöne Sache, sich mit uns auszutauschen und uns ein bisschen kennen zu lernen. Aber Hand aufs Herz – wer möchte dafür einen nicht unerheblichen Teil seines Werbeetats ausgeben? Nach einer nüchternen Bewertung kamen wir zum Schluss, dass der Nutzen, den uns der Messeauftritt einst brachte, schon lange nicht mehr gegeben war und in keinem vertretbaren Verhältnis zum Aufwand stand. Unsere Programme sind inzwischen bekannt und etabliert, capella ist in den deutschsprachigen Ländern das am weitesten verbreitete Notensatzprogramm. Die Anwenderinnen und Anwender sind sehr zufrieden mit unseren Produkten und empfehlen sie gerne weiter. Diese Art von Prestige ist uns wichtiger als eine Demonstration, dass wir uns die teuren Messepreise leisten können.

Gerne schnuppern wir aber einmal im Jahr wieder ein wenig Messeluft und führen einen Betriebsausflug mit dem gesamten Team nach Frankfurt durch. Dabei steht nicht so sehr die Information über Neuentwicklungen im Vordergrund, diese können wir uns auch auf anderem Wege beschaffen. Vielmehr nutzen wir die Gelegenheit, uns mit Geschäftspartnern zu treffen und einen schönen interessanten Tag jenseits des capella-Alltags im Team zu verbringen.

Kleine Pause vor der Halle 3 in Frankfurt

Alternativen

Nachdem die Entscheidung, nicht mehr an der Frankfurter Musikmesse teilzunehmen, gefallen war, sahen wir uns nach Alternativen um, uns vor Ort zu präsentieren. Wir waren seither auf beiden chor.com-Veranstaltungen in Dortmund und beim Deutschen Musikfest in Chemnitz mit einem Stand vertreten. Diese wesentlich kleineren Veranstaltungen bieten eine ruhige, entspannte Atmosphäre für Gespräche und fachlichen Austausch. Für uns sind sie auch sehr viel zielgruppenorientierter. Gerne werden wir auch zukünftig solche Gelegenheiten wahrnehmen und Sie rechtzeitig informieren.

25. März 2015, von Ute Kirchner

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