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Mein beruflicher Werdegang

Mein beruflicher Werdegang

Für mich stand schon als Schülerin fest: Ich werde Englisch- und Französischlehrerin, und zwar für die Großen in der Sekundarstufe 2! Mehr gab es für mich dazu nicht zu sagen. Sprachen, das war es, was ich am besten konnte. Also machte ich nach einem Auslandsaufenthalt in Kanada ein ordentliches Abitur mit Leistungs­kursen Englisch und Französisch. Und dann…

Na ja, dann kam die Berufsberatung. Dort wurde mir eröffnet, dass ich aus dem geburtenstärksten Jahrgang überhaupt stamme und nach einem Lehramts­studium mit mindestens fünf Jahren Arbeitslosigkeit rechnen müsse. Das wollte ich überhaupt nicht. Da ich so sehr auf die Sprachen fixiert war, beschloss ich: „Dann mache ich halt was anderes mit Sprachen“. Herausgekommen dabei ist eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Dass dies zuallererst ein Büroberuf ist, bei dem ich Schreibmaschinen- und Stenografiekenntnisse (wissen Sie noch, was das ist?!) vorweisen musste, wurde mir erst im Lauf des Sprachenschulbesuchs klar (dreimal durch­gefallen bei der Schreibmaschinenprüfung, erst der vierte Anlauf mit fast fehlerfreiem Text „Die Mängelrüge“ führte zum Erfolg!).

Meine erste Arbeitsstelle folgte geradlinig dieser Ausbildung: Ich verkaufte Schrauben ins englisch- und französischsprachige Ausland. Es folgten Tätigkeiten als Fremd­sprachen- und Fachgebietssekretärin an der Universität und Assistentin der Geschäftsleitung im Süßwaren- und Spirituosengroßhandel. Ich entfernte mich von den Sprachen und hatte meinen Schwerpunkt immer mehr auf Verwaltung und Büroorganisation. Die Sprachen, besonders Englisch, das ich nahezu fehlerfrei beherrsche, erhielt ich mir aber durch viel Sprechen, Lesen und Schreiben in der Freizeit.

Nach einer Familienpause stieg ich schrittweise mit unterschiedlichen Teilzeitjobs wieder ins Berufsleben ein. Im Jahr 2007 kam das Angebot der Firma capella-software, als Teilzeitkraft vormittags Kundenbetreuung besonders für die nicht deutsch sprechenden Kunden zu machen. Teilzeit – vormittags – das war exakt das, was man als Mutter mit Kindergarten- und Schulkindern braucht! Meine musikalischen Kenntnisse (Gesang, etwas Klavier) waren gern gesehen, und so begann ich zunächst mit 16 Wochen­stunden.

Zu Beginn kümmerte ich mich ums „Tagesgeschäft“. Dies bestand und besteht zu großen Teilen darin, Kundenanfragen aller Art auf allen erdenklichen Kanälen (Telefon, eMail, Fax, Blog, Chat…) zu beantworten. Kaufberatung, Rückfragen zu Bestellungen, Hilfestellung bei der Installation, Fragen zur Updateberechtigung, Anwendungsprobleme und..und..und... Nachdem ich dies – in beiden Sprachen – gut beherrschte, kamen die Verbuchung der eingehenden Bestellungen und die Pflege der englischsprachigen Webseite hinzu. Und dann erhielt ich eines Tages die Gelegenheit, die neuen Funktionen des Updates tonica plus 7.0 in Handbuch und Menü ins Englische zu übersetzen. Ein absolutes Bonbon für mich – zwischenzeitlich nimmt die Programmübersetzung einen beträchtlichen Teil meiner Arbeit ein.

Schnell wurden also die Stunden aufgestockt und die Verantwortlichkeiten erweitert. Inzwischen bin ich Prokuristin mit den Aufgabengebieten Vertretung des Unter­nehmens nach außen, Übersetzungen, Lektorat/redaktionelle Leitung der Textarbeit, Betreuung der fremdsprachigen Distributoren, Organisation von Veranstaltungen.

So kann’s kommen!

19. November 2014, von Christiane Forst-Reuter

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