Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr Infos
Mein musikalisches Wochenende

Mein musikalisches Wochenende

Heute melde ich mich gleich wieder, denn ich bin noch ganz begeistert und beseelt von meinen Erlebnissen des letzten Wochenendes. Es passiert zweimal, mitunter nur einmal im Jahr, da treffen sich etwa 20 befreundete Musiker zu einem Probenwochenende.

Kondensationskern dieser Gruppe ist unser Freund Frank, den es in seinem Leben schon an verschiedene Wohnorte verschlagen hat. Überall, wo er ankommt, geht er zu einem örtlichen Posaunenchor, macht Musik und findet neue Freunde. Aus seinen Kontakten in ganz Deutschland ist das Projekt entstanden. Anmelden kann man sich bei uns nicht, sondern nur persönlich eingeladen werden.

Dieses Mal trafen wir uns in einer Art Jugendherberge, die mitten im Wald lag. Wir waren die einzigen Gäste, so dass wir mit unserer Musik von Früh bis Spät niemanden störten, denn als Blechbläser sind wir nicht eben leise. Von der traditionellen Posaunenchor-Musik ist bei uns nur wenig übrig, wir spielen Jazz und Pop, haben auch eine kleine Band dabei.

[Der Schlagzeuger hatte nur das "kleine" Set mitgebracht.]

Damit was Ordentliches dabei herauskommt, laden wir uns einen professionellen Coach ein: Martin Auer, Jazztrompeter aus Berlin. Er bringt uns den Groove bei.

Dieses Mal wagten wir - inspiriert vom Gospel-Kirchentag in Kassel vor wenigen Wochen - einen neuen Weg unter dem Motto "Brass meets Gospel". Zu unserer Brass-Band gesellten sich also einige Sängerinnen (nicht ganz zufällig die Angehörigen der Bläser). Auch ich entschied mich, mit zu singen, denn auf der Posaune habe ich - muss ich zu meiner Schande gestehen - seit ein paar Monaten nun schon nicht geübt.

[Die Trompeten machen Pause, während die Posaunen einzeln üben müssen.]

Wir probten u.a. traditionelle Gospels und modernen, skandinavischen Sakro-Pop. Im Vorfeld hatten wir Werke, von denen wir keine Arrangements, sondern nur Aufnahmen erhalten konnten, mit capella wave kit und capella in eine spiel- und singbare Form gebracht.

Am besten fand ich unsere Version von "Hard Rock Cafe" (Carol King, 1977): Ein wunderbarer Song mit knackigen Bläsersätzen - ein echter Klassiker. Wir hatten viel Spaß damit!

Jetzt habe ich seit dem Wochenende Ohrwürmer und freue mich schon auf das nächste Mal, auch wenn es sicher noch mehrere Monate dauern wird.

Keep on singing!

4. November 2014, von Christiane Ernst

Kommentare