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Neues von Martin Sturm

  • 18.12.2019
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  • Ernst
  • Christiane Ernst
Das neue Projekt: capella academy

Martin, wie kamst Du auf die Idee, einen YouTube-Kanal zu starten?

Vor gut einem Jahr habe ich mit einer Freundin, die als Musiklehrerin arbeitet, über den Unterschied zwischen der Uni und der Schule philosophiert. Dabei kam sie auf eine Schülerfrage zu sprechen, bei der sie erst einmal kräftig überlegen musste: Warum gibt es große und kleine Terzen, aber nur reine Quarten und Quinten? Warum nicht auch reine Terzen, oder große und kleine Quinten?

Selbst Google und YouTube wussten spontan keine zufriedenstellende Antwort. Da war ich sofort angespornt, das selbst herauszufinden. Denn solche Fragen sind für alte Hasen in der Musik zwar oft irgendwie abwegig, aber eigentlich naheliegend. Und meist sind sie nur aus einem größeren Kontext heraus zu beantworten. Total spannend eigentlich. Bei der Recherche kam mir die Idee, dass es viele solcher Fragen geben könnte. So war die Idee für einen YouTube-Kanal geboren.

Warum ist es ein YouTube-Kanal geworden und nicht ein Buch?

Weil es besser gefunden wird. Seien wir mal ehrlich: Wenn wir nach einer Suche im Netz nicht die Antwort auf eine spontane Frage finden, legen wir den Gedanken schnell wieder beiseite. Und das wäre schade, denn es wäre eine verpasste Gelegenheit, etwas Hintergrundwissen zu vermitteln.

Hintergrundwissen – das erinnert stark an Musiktheorie. Und das soll gut verdaulich sein...?

Das ist die Idee. Kompliziert erklären können auch Lehrbücher oder ein Lexikon. Videos bieten viel mehr Möglichkeiten, Zusammenhänge sichtbar zu machen. Klar lässt sich nicht jedes Thema bis ins kleinste Detail in drei Minuten abhandeln. Aber in drei Minuten kann man auf alle Fälle ein Aha-Erlebnis haben.

Für das nächste Aha-Erlebnis gibt es das nächste kurze Video.

Soll es auch mal praktische Fragestellungen geben?

Na klar wird es auch praktische Themen geben. Vielleicht nicht zu Fragen wie „wie spiele ich dieses oder jenes Stück auf dem Klavier…“ Aber wenn es um den praktischen Umgang mit Musik allgemein geht, ist der Kanal sicher eine Quelle, zum Beispiel bei Fragen wie: „Wo finde ich in einer Partitur meine Stimme?“ oder „Was soll mir eigentlich das Dirigat eines Chorleiters oder einer Chorleiterin zeigen...?“… Und wenn Zuschauern ein Thema fehlt, dann ist das Medium YouTube perfekt geeignet, um in Austausch zu treten und Fragen zu stellen.

Wie kam der Kontakt zu capella-software zustande?

Durch die früheren Projekte, an denen ich beteiligt war [capella melody trainer, audite PLUS] bestand schon ein reger Kontakt. Die Idee, neben den Werkzeugen rund ums Notensetzen auch Inhalte anzubieten, hat bei capella bereits Tradition: angefangen bei Multimedia-CDs zu Bachs Inventionen, Lernprogrammen wie rondo und audite bis hin zum capella melody trainer. Mit der Idee des YouTube-Kanals habe ich quasi offene Türen eingerannt, denn dort findet heute viel Wissensvermittlung statt. YouTube ist die logische Fortsetzung und Ergänzung der bisherigen Formate.

Wo holst du dir die Ideen für die Videos?

Die Ideen zu den Themen bekomme ich auf vielen Kanälen, manchmal ist es die Musik, mit der ich selbst zu tun habe, oder es sind Kommentare, die mich erreichen. Selbst als ich das Projekt bei der capella-Konferenz im Sommer gerade vorgestellt hatte, erhielt ich nach der Präsentation direkt einige Zettel mit Fragen darauf zugesteckt.

Sobald ich eine Frage habe, dann beginnt schon während der Recherche die Visualisierung der Antwort in meinem Kopf. Für mich ist die Arbeit eher, meine Vorstellungen auch in einem Video zu realisieren.
Das Prinzip des Kanals soll sein, dass jede Nutzerin und jeder Nutzer seine Anregungen, Fragen und Kommentare abgeben kann. Daraus ergeben sich viele Ansätze, neues zu erkunden. Ich bin gespannt, wohin sich capella academy entwickelt.

Wir auch! Danke, Martin!

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