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Wie ich zu capella-software kam

Wie ich zu capella-software kam

Wie ich zu capella-software kam

"Liebes Kind", sagte meine Oma zu mir, als ich die Schule beendete, "du musst Lehrerin werden. Das ist der beste Beruf für eine Frau." Sie wusste, wovon sie sprach, denn sie war Lehrerin.

Schule - Uni - Schule

Also ging ich zur Uni und studierte die beiden Fächer, die mich einerseits am meisten interessierten und die ich andererseits - ursächlicher Zusammenhang nicht ausgeschlossen - am besten konnte: Mathematik und Musik. Dabei waren noch ein wenig Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Geschichte und Politik. In den musikwissenschaftlichen Seminaren war ich besonders fleißig, denn hier öffneten sich völlig neue Welten für mich. Aber auch Hauptfach Klavier sowie Posaune und Gesang (Pflichtfach!) wollten geübt werden. In Mathe mochte ich Didaktik, aber auch Stochastik. Programmieren habe ich übrigens nie gelernt, obwohl mein Vater, Informatik-Professor, mir dazu alle guten Worte gab. Ja, ich gebe zu, dass ich auch ein wenig nach dem Lustprinzip studiert habe, damals war das noch möglich, die Ausbildung noch nicht völlig "verschult".

Uni - un' dann?

Als das Studium zu Ende ging, sah ich - die älteren Semester machten es vor - , dass nun eine sehr lange Durststrecke mit Arbeitslosigkeit, Gelegenheitsjobs und sporadischen Lehraufträgen kommen würde - alternativ: auswandern. Außerdem dräute mir, dass Lehrerin, bei allem Respekt für diese Arbeit und die Menschen, die sie tun, doch nicht das Richtige für mich wäre. Ich bin bis heute dankbar für die vielen interessanten Inhalte, die das Studium mir bot, aber dennoch sollte dies nicht mein Weg sein.

Passt wie angegossen

Just zu dieser Zeit sah ich ein Stellenangebot für eine Tätigkeit, die mit Computern und Musik zu tun hatte. Von capella hatte ich irgendwo unter Musikern schon einmal gehört. Mir war sofort klar: Die suchen mich und niemanden sonst! Diese Stelle ist doch wie für mich geschaffen! Zum Glück konnte ich auch Edita und Hans-Ulrich Werner davon überzeugen und ich kam zu whc Musiksoftware. Das war im November 1996. Seither hatte ich wirklich noch nie das Gefühl, den falschen Job zu haben. Die Babypausen konnten dank des sehr familienfreundlichen Betriebsklimas meine Karriere nur wenig knicken; heute, 18 Jahre später, bin ich Prokuristin und die dienstälteste Mitarbeiterin bei capella-software.

29. Oktober 2014, von Christiane Ernst

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